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	<title>aiweiwei.blog.hausderkunst.de &#187; Porzellan</title>
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		<title>Bowl of Pearls</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 16:49:24 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Bowl of Pearls, 2006, Porzellanschüssel und Süßwasserperlen, 43cm, Ø 100cm Ai Weiwei setzt sich in seinen Werken mit traditionellen chinesischen Materialien auseinander. So finden sich in der Ausstellung Objekte aus Keramik, Ton, Tee, Holz antiker Tempel und Porzellan. Die Arbeit Bowl of Pearls aus dem Jahr 2006 zeigt ein rundes blaues Porzellangefäß, welches bis zum [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Bowl of Pearls, 2006, Porzellanschüssel und Süßwasserperlen, 43cm, Ø 100cm</p>
<p>Ai Weiwei setzt sich in seinen Werken mit traditionellen chinesischen Materialien auseinander. So finden sich in der Ausstellung Objekte aus Keramik, Ton, Tee, Holz antiker Tempel und Porzellan.</p>
<div id="attachment_1210" style="width: 310px" class="wp-caption alignnone"><img class="size-medium wp-image-1210" title="claudiaec_bowl_of_pearls" src="http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de/wp-content/uploads/2009/11/sl382913-300x225.jpg" alt="Bowl of Pearls" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Bowl of Pearls</p></div>
<p>Die Arbeit <strong>Bowl of Pearls</strong> aus dem Jahr 2006 zeigt ein rundes blaues Porzellangefäß, welches bis zum Rand mit schillernden Süßwasserperlen gefüllt ist.</p>
<p>In <strong>Bowl of Pearls</strong> arbeitet Ai Weiwei erneut mit dem mathematischen Maß von einem Meter. Er beschränkt sich nicht auf den Kubus mit seinen quadratischen Abmessungen, wie er es in <strong><a href="http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de/?p=1074">Cube of Light</a></strong> (2006) oder <strong>Ton of Tea</strong> (2006) tut, sondern er wendet die Maßzahl auf den Durchmesser der Schüssel an. An Stelle der Kantenlängen von einem Meter bei <strong>Ton of Tea</strong>, nutzt Ai einen Durchmesser von exakt einem Meter.</p>
<p>In <strong>Bowl of Pearls</strong> greift der Künstler auf ein Bild der Ära Mao  zurück, welches er kritisch und zeitgemäß transponiert &#8211; die Eiserne Reisschüssel, einst das Schlagwort für die lebenslange Versorgung eines Arbeiters durch den chinesischen Staat.</p>
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		<title>Prototype of The Wave</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Nov 2009 19:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[claudiaec]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prototype of The Wave, 2004, Porzellan, 12 x 32,5 x 23cm In einer kleinen Vitrine vor der monumentalen Installation von Template findet sich eine fast unscheinbare Porzellanskulptur mit dem Titel Prototype of The Wave. Prototype of The Wave Prototype of The Wave ist eine kleine, sich auftürmende Porzellanfigur in Form einer kräftigen, graugrünen, krallenartigen Welle. [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Prototype of The Wave, 2004, Porzellan, 12 x 32,5 x 23cm</p>
<p>In einer kleinen Vitrine vor der monumentalen Installation von <em>Template</em> findet sich eine fast unscheinbare Porzellanskulptur mit dem Titel <em>Prototype of The Wave</em>.</p>
<p><img class="size-medium wp-image-1187" title="claudiaec_prototype_for_the_wave" src="http://aiweiwei.blog.hausderkunst.de/wp-content/uploads/2009/11/sl382942-300x225.jpg" alt="Prototype for The Wave" width="300" height="225" />Prototype of The Wave</p>
<p><em>Prototype of The Wave</em> ist eine kleine, sich auftürmende Porzellanfigur in Form einer kräftigen, graugrünen, krallenartigen Welle. Die Skulptur ist aus feinstem südchinesischen Porzellan gefertigt. Stilisiert besteht das Werk aus einer geraden, fast quadratischen Basis, die sich in fünf sich übereinander türmenden Wellen aufwölbt. Das Element Wasser wird zusätzlich durch die feine dunkelblaue Bemalung verstärkt, die die Welle einleitet. Die weiße, gerade Basis der Skulptur wurde mit kleineren maritimen Ornamenten verziert. Darunter kann man eine sehr feine ornamentale  Zeichnung erkennen, die stilisierte Wellenbögen darstellt.</p>
<p>Aus dieser spiegelglatten See heraus formieren sich, angedeutet durch die blauen Schattierungen, kleine schuppenförmige Kräuselwellen, die sich erst auftürmen, um dann zu einem ausgeprägten hohen Wellenberg mit sich überbrechenden Wellenkämmen zu werden.</p>
<p><em>Prototype of The Wave</em> erzeugt automatisch Erinnerungen an die alte chinesische Maltradition, der Tuschezeichnung, sowie an die Technik japanischer Holschnitte. Für chinesische Holzschnitte und auch Tuschebilder ist ganz charakteristisch, dass Wasser meist als Wellen oder Reihen von Viertel- , Halb- oder Dreiviertelkreisen dargestellt werden. Diese Kreissegmente finden sich in einer feinen Unterzeichnung an dem hier ausgestellten Objekt.</p>
<p>Die Porzellanwelle erinnert an die weltbekannte Welle des Japaners Katasushika Hokusai (1760-1849) mit dem Titel <em>Die große Welle vor Kanagawa</em> (1820). Schon Gauguin und Van Gogh wurden von dessen dekorativem Dekor und scharf definierten Farbflächen inspiriert.</p>
<p>2005 fertigte Ai Weiwei zu diesem hier ausgestellten Muster das Werk <em>The Wave</em> aus Seladon, einer chinesichen Fertigungstechnik für Steinzeug, die vor allem während des 9. bis 15. Jahrhunderts verbreitet war. Durch das Hinzufügen von Feldspat während des Glasierens erlangt Seladon eine herrliche, fast Jade ähnliche Farbe oder einen cremig gelblichen Ton.</p>
<p><strong>Warum aber das Motiv der Welle?</strong></p>
<p>Im Chinesischen setzt sich der Begriff der Landschaft aus den beiden Schriftzeichen für Berg und Wasser zusammen. Die Landschaft gilt als eine der bevorzugten Topoi der Malerei. Wasser passt sich den Formen an und formt doch auch aus eigener Kraft die Erde.</p>
<p>Das Bild des Wassers durchzieht das Denken des alten Chinas, befruchtet und verbindet es zugleich. Ist doch die Vorstellung des fließenden Wassers nach Laotse das Erfolgsrezept des gelungenen Lebens. Es ist flüssig und kann sich daher jeder Form anpassen, es ist weich und gleichzeitig so stark, dass es den härtesten Stein auf Dauer aushöhlt. Es ist lebensnotwendig und rein, aber auch lebensbedrohlich.</p>
<p>Das Wasser ist eines der fünf Elemente, die zusammen ein Ganzes bilden:</p>
<p style="text-align: center;">„In der Natur des Wassers ist es, zu befeuchten und nach unten zu fließen;</p>
<p style="text-align: center;">in der des Feuers, zu lodern und nach oben zu schlagen;</p>
<p style="text-align: center;">in der des Holzes, gebogen und gerade gerichtet zu werden;</p>
<p style="text-align: center;">in der des Metalls, gehorsam zu sein und geformt zu werden;</p>
<p style="text-align: center;">in der der Erde, bestellt und abgeerntet zu werden&#8221;</p>
<p style="text-align: center">(aus der Abhandlung Hung-fan, Teil des „Buches der Urkunden&#8221;).</p>
<p style="text-align: center">Für Laotse ist Wasser ein Vorbild des richtigen Verhaltens, durch das der Schwache den Starken bezwingen kann, wie zum Beispiel die Frau den Mann.</p>
<p>In allen Kulturen ist die Welle ein Symbol für Freundschaft, Sympathie, Zuneigung, sowie ein anschauliches Symbol für Leben. Die Physiker sehen in der Welle sogar das Grundprinzip des Kosmos.</p>
<p><strong>Schall, Licht, Energie &#8211; alles ist Welle.</strong></p>
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