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	<title>Kommentare zu: Punk im haus der kunst</title>
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		<title>Von: Paulii</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paulii]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2009 14:11:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[LAAAAAANGWEEEIIILLIUIIIIIIIIIIIIIIIG]]></description>
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		<title>Von: eberhard</title>
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		<dc:creator><![CDATA[eberhard]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Oct 2009 20:34:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Teures bier und männer mit rolex. Ein polemischer konzertbericht.

Wenn der institutionalisierte kulturbetrieb versucht, subkulturelles zu präsentieren, ist es bis zur peinlichkeit meist nicht weit.
Der als punkkonzert angekündigte konzertabend der beiden pekinger bands „carsick cars“ und „joyside“ bot einiges, punk im europäisch verstandene sinne aber nicht. Weder die dargebotene musik, noch die getränkepreise (3 Euro für ein kleines Bier!) ließen punkstimmung zu. Männer, die beim blick auf ihre dicke rolex feststellen, dass es angezeigt sei, die veranstaltung vorzeitig zu verlassen; stagedivingperformances und tänze, die fehlende authentizität durch übertriebene pose ausgleichen.
Die hohe dichte an weißen und pinken künstlerschals, meist in kombination mit altrosa polohemdenkrägen und schicken matrosensakkos verwunderte wohl nur den regelmäßigen punkkonzertbesucher, nicht aber den regelmäßigen HausderKunst-besucher.
Auch die an sich charmante idee, als visuelle Unterstützung der akustischen Darbietungen photos an eine Wand zu projizieren, scheiterte im Ansatz. Wenn punk schon photos mit ausgestrecktem mittelfinger oder dem cocacola-schriftzug braucht, um als politisch wahrgenommen zu werden, dann stimmt das fragend. Weder ai weiwei’s hervorragende austellung, noch die darbietung der beiden bands hätten einen derart platten symbolismus gebraucht, um vom interessierten betrachter (oder hörer) als politisch und kritisch wahrgenommen zu werden. In meinen augen wird die bedeutung eines politischen kunstwerks banalisiert, wenn man es mit übertriebener Symbolik bewirbt. Subversives braucht den symbolischen Holzhammer nicht. Wenn dann auch noch ein großer teil des publikums so tut und sich verhält, als betrachte es in einem themenpark eine fremde lebensform, dann ist der unerfreuliche punkabend perfekt.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Teures bier und männer mit rolex. Ein polemischer konzertbericht.</p>
<p>Wenn der institutionalisierte kulturbetrieb versucht, subkulturelles zu präsentieren, ist es bis zur peinlichkeit meist nicht weit.<br />
Der als punkkonzert angekündigte konzertabend der beiden pekinger bands „carsick cars“ und „joyside“ bot einiges, punk im europäisch verstandene sinne aber nicht. Weder die dargebotene musik, noch die getränkepreise (3 Euro für ein kleines Bier!) ließen punkstimmung zu. Männer, die beim blick auf ihre dicke rolex feststellen, dass es angezeigt sei, die veranstaltung vorzeitig zu verlassen; stagedivingperformances und tänze, die fehlende authentizität durch übertriebene pose ausgleichen.<br />
Die hohe dichte an weißen und pinken künstlerschals, meist in kombination mit altrosa polohemdenkrägen und schicken matrosensakkos verwunderte wohl nur den regelmäßigen punkkonzertbesucher, nicht aber den regelmäßigen HausderKunst-besucher.<br />
Auch die an sich charmante idee, als visuelle Unterstützung der akustischen Darbietungen photos an eine Wand zu projizieren, scheiterte im Ansatz. Wenn punk schon photos mit ausgestrecktem mittelfinger oder dem cocacola-schriftzug braucht, um als politisch wahrgenommen zu werden, dann stimmt das fragend. Weder ai weiwei’s hervorragende austellung, noch die darbietung der beiden bands hätten einen derart platten symbolismus gebraucht, um vom interessierten betrachter (oder hörer) als politisch und kritisch wahrgenommen zu werden. In meinen augen wird die bedeutung eines politischen kunstwerks banalisiert, wenn man es mit übertriebener Symbolik bewirbt. Subversives braucht den symbolischen Holzhammer nicht. Wenn dann auch noch ein großer teil des publikums so tut und sich verhält, als betrachte es in einem themenpark eine fremde lebensform, dann ist der unerfreuliche punkabend perfekt.</p>
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